Handbuch Tria

Zeitnahme

TriaZeit

Die Zeitnahme während eines Wettkampfs ist nicht im Programm Tria enthalten. Dazu dient das Zusatzprogramm TriaZeit, mit dem die Zielzeiten der Teilnehmer am PC oder Notebookerfasst und in eine Textdatei zeilenweise gespeichert werden.
Die Teilnehmer werden dabei optional entweder durch ihre Startnummer oder durch einen RFID Chip Code identifiziert. Beide Betriebsmodi können sowohl in Tria (siehe Optionen) als auch in TriaZeit als Option eingestellt werden und sollten in beiden Programmen übereinstimmen.

Die Startnummer wird in TriaZeit manuell an der Tastatur eingegeben und beim Drucken der Enter-Taste mit der aktuellen Rechner-Uhrzeit gespeichert.
Der RFID-Code wird sinnvollerweise mit Hilfe eines USB RFID-Readers automatisch erzeugt. Dieser sollte eine Tastatur-Simulation unterstützen und als zweite Tastatur am Rechner angeschlossen werden. Beim Zieleinlauf generiert der Reader den in Tastaturzeichen umgewandelten RFID-Code gefolgt von einem abschließendem Enter. Wenn das entsprechende Eingabefeld in TriaZeit vorher fokussiert ist, wird dieser Code voll-automatisch eingetragen und mit der aktuellen Uhrzeit gespeichert.

TriaZeit bietet die Möglichkeit die Uhrzeiten in Sekunden, Zehntelsekunden oder Hundertstelsekunden zu erfassen. Diese Formate werden automatisch erkannt und werden auch korrekt verarbeitet, unabhängig von dem in Tria eingestellten Zeitformat. Sinnvollerweise sollten jedoch die Einstellungen in Tria und TriaZeit übereinstimmen.
Weitere Informationen finden Sie im TriaZeit Handbuch.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Zeiten mit Hilfe von verschiedenen Transpondersystemen elektronisch zu erfassen, wie im nachfolgenden Kapitel beschrieben.

Zeiten Einlesen

Mit dem nachfolgend dargestellten Dialog können die Daten aus der im Feld "Dateiname" eingetragenen Zeiterfassungsdatei eingelesen werden. Die Reihenfolge der Einträge in der Datei ist dabei beliebig.


Einlesen


Der Dateityp wird vorgegeben. Neben TriaZeit können die Dateien verschiedener Transpondersysteme gewählt werden. Bei diesen Typen ist das Dateiformat fest vorgegeben. Zusätzlich gibt es unter "Sonstige" die Möglichkeit das Format für eine beliebige Text- oder CSV-Datei im Bereich "Dateiformat" flexibel zu definieren.
Dabei kann u.a. angegeben werden, in welchen Spalten sich Startnummer (oder RFID-Code im RFID-Modus) und Zeit befinden. Startnummern werden mit bis zu 4 Ziffern und RFID-Codes bis zu einer maximalen Zeichenlänge von 24 eingelesen.

Das Einlesen kann einzeln pro Wettkampf oder, wenn alle Abschnitte gleich definiert sind, auch für alle Wettkämpfe gemeinsam geschehen.

Die Daten können den für den Wettkampf definierten Abschnitten beliebig zugeordnet werden. Wenn für Abschnitt 1 einen Einzelstart definiert wurde, können auch die Startzeiten eingelesen werden.
Die Zeiterfassungsdaten der einzelnen Abschnitte können in beliebiger Reihenfolge eingelesen werden. Verschiedene Abschnitte können beliebig in einer Datei kombiniert werden oder auch auf mehreren Dateien aufgeteilt werden.

Beim Einlesen werden die Zeiten eines Teilnehmers den Runden und Abschnitten in zeitlicher Reihenfolge zugeordnet. Wenn mehrere Abschnitte gleichzeitig eingelesen werden, ist deshalb zu beachten, dass die Runden- und Abschnittszeiten der ersten Abschnitte für eine korrekte Zuordnung vollständig erfasst sein müssen.
Einzelne Abschnitte können in beliebiger Reihenfolge eingelesen werden.

Es kann eingestellt werden, ob die bisher für den gewählten Wettkampf und die gewählten Abschnitte eingelesene Zeiten erhalten bleiben oder ob diese beim Einlesen alle gelöscht und mit den neuen Zeiten überschrieben werden.

Vor dem Einlesen werden die Daten überprüft. Einträge mit unbekannten, fehlenden oder ungültigen Startnummern, RFID-Codes oder Zeiten sowie identische Einträge werden ignoriert. Gleiches gilt auch für Einträge, die bereits vorher eingelesen wurden.
Die Stoppzeiten können in Sekunden, Zehntelsekunden oder Hundertstelsekunden in der Datei gespeichert sein. Je nach eingestellter Option (siehe Optionen) werden die Zeiten umgewandelt. Bei der Umwandlung in ein ungenaueres Zeitformat werden die Zeiten gegebenenfalls angepasst, um die Reihenfolge zu erhalten.
Die ursprünglichen Daten werden zusätzlich in unveränderter Form gespeichert, damit eine spätere Änderung der Zeitformat-Option jederzeit möglich ist.

Bei manchen Transpondersystemen kann es vorkommen, dass Teilnehmer in kurzen Zeitabständen mehrfach erfasst werden. Diese Doppeleinträge können optional ausgefiltert werden. Das Zeitfenster kann dabei variabel definiert werden (siehe Optionen).

Bei der Zeitnahme wird in der Regel die aktuelle Uhrzeit verwendet. Es ist aber auch möglich die Uhrzeit 00:00:00 im Startgruppen-Dialog als Startzeit zu definieren und dann eine ab dem Startzeitpunkt laufende Uhr für die Zeitnahme zu verwenden. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Zeiten am Start und bei den verschiedenen Abschnitten synchron gemessen werden. Gegebenfalls sollte auch die Startzeit im Startgruppen-Dialog der tatsächlichen Zeit angepasst werden.


Folgende Dateitypen werden unterstützt:

  • TriaZeit
    Das Zusatzprogramm TriaZeit wurde bereits weiter oben beschrieben. Dieser Dateityp ist sowohl im Startnummer- als auch im RFID-Modus verfügbar.
    TriaZeit liefert die Daten in einer einfachen Textdatei, die an der Erweiterung .trz erkennbar ist und die auch mit einem üblichen Textbearbeitungs- oder Tabellenkalkulationsprogramm wie Microsoft Word oder Microsoft Excel erzeugt und bearbeitet werden kann. Jede Zeile enthält entweder eine 4-stellige Startnummer oder einen variabel definierbaren RFID-Code und eine Uhrzeit in der Form "hh:mm:ss", "hh:mm:ss.d" oder "hh:mm:ss.dd" entsprechend dem eingestellten Zeitformat, mit einem Tabstopp als Trennzeichen. Die Reihenfolge der Einträge in der Datei spielt beim Einlesen keine Rolle.
  • TRIA_P
    Dieses Freeware Programm von Karl Meyer dient zur Zeiterfassung mit einem PALM-PDA. Das Datenformat ist identisch mit den Dateien, die mit TriaZeit erzeugt werden, aber nur im Startnummer-Modus verfügbar.
    Das Programm und nähere Infos gibt es auf www.meyer-velen.de.
  • TC Backnang
    Das auf Transpondern basierende elektronische Zeiterfassungs-System des Triathlon Clubs Backnang liefert pro Abschnitt eine dBase-Datei (.dbf) mit auf Hundertstelsekunden genau gemessenen Uhrzeiten. Die Einträge sind nach der Uhrzeit sortiert.
    Dieser Dateityp ist nur im Startnummer-Modus verfügbar.
    Nähere Infos zum Zeiterfassungssystem gibt es auf www.triaclubbacknang.de.
  • ZERF
    Mit dem audio- und videobasierten Zeiterfassungsprogramm ZERF von Gerd Hansen werden die Zieleinläufe mit Web-Cam und Mikrofon am PC aufgezeichnet und die Uhrzeiten per Knopfdruck gespeichert. Die Startnummern können von Hand eingegeben und einem Bild zugeordnet werden.
    Die Ergebnisse werden in einer Textdatei mit der Erweiterung .zrf zum Einlesen in Tria bereitgestellt. Das Dateiformat entspricht dem TriaZeit-Format mit einem zusätzlichen Textstring als Link zum Ziel-Foto. Dieser Link wird in Tria im Kommentar-Datenfeld des Teilnehmers gespeichert.
    Dieser Dateityp ist nur im Startnummer-Modus verfügbar.
    Nähere Infos zum Zeiterfassungssystem gibt es auf www.zerf-sport.de.
  • GiS
    Mit dem Transpondersystem der Firma GiS (Gesellschaft für Informatik und Steuerungstechnik mbH) können die erfassten Daten in eine Textdatei mit der Erweiterung .gtz gespeichert werden. Die Uhrzeiten werden in Hundertstelsekunden angegeben.
    Dieser Dateityp ist nur im Startnummer-Modus verfügbar.
    Nähere Infos zum Zeiterfassungssystem gibt es auf www.gis-net.de.
  • Sportronic
    Für das Transpondersystem der Firma Sportronic gilt das Gleiche wie vorher beschrieben, nur wird hier ein anderes Dateiformat und .txt als Dateierweiterung verwendet.
    Dieser Dateityp ist nur im Startnummer-Modus verfügbar.
    Nähere Infos zum Zeiterfassungssystem gibt es auf www.sportronic-gbr.de.
  • DAG-System
    Das gilt ebenfalls für das Transpondersystem der Firma DAG-System. Hier wird .dag als Dateierweiterung verwendet.
    Dieser Dateityp ist nur im Startnummer-Modus verfügbar.
    Nähere Infos zum Zeiterfassungssystem gibt es auf www.dag-system.com.
  • Mandigo
    Das gilt ebenfalls für das Transpondersystem der Firma Mandigo. Hier wird .txt als Dateierweiterung verwendet.
    Dieser Dateityp ist nur im Startnummer-Modus verfügbar.
    Nähere Infos zum Zeiterfassungssystem gibt es auf www.mandigo.de.
  • Sonstige
    Sowohl im Startnummer- als auch im RFID-Modus kann das Format für eine beliebige Text- oder CSV-Datei im Dialog variabel definiert werden.

Wie vorher beschrieben, werden die Zeiterfassungsdaten werden beim Einlesen in Tria grundsätzlich auf Fehler geprüft (z.B. doppelte oder unbekannte Startnummern). Es werden nur gültige Einträge eingelesen, und dies auch nur für Teilnehmer, die für den markierten Wettkampf eingeteilt wurden. Die übrigen Einträge werden ignoriert.

Im Anschluss an dem Einlese-Vorgang wird ein Report eingeblendet, in dem die übernommene und nicht übernommene Einträge aufgelistet werden. Ein Beispiel ist unten dargestellt.


Report


Diese Daten können auf Wunsch als Textdatei gespeichert werden.

Nach dem Schließen dieses Dialogs werden alle Wertungen automatisch neu berechnet.

Live Zeiterfassung

Diese Funktion kann mit einem ähnlichen Dialog wie vorher beschrieben gestartet werden. Die angegebene Datei wird dann einmal pro Sekunde auf Änderungen überprüft und gegebenenfalls eingelesen. Alle Funktionen und Ansichten stehen dabei weiterhin zur Verfügung.

Es kann also eine beliebige Ergebnisliste auf dem Bildschirm dargestellt und laufend aktualisiert werden. Dies ermöglicht es z.B. dem Sprecher zeitnahe über die Wettkampfergebnisse zu berichten.


LiveZeit


Wenn bei der Zeitnahme während des Wettkampfes z.B. mit TriaZeit Korrekturen von bereits eingelesenen Daten vorgenommen werden, dann werden diese in Tria nur angezeigt, wenn beim Einlesen die vorher eingelesenen Zeiten nicht beibehalten, sondern überschrieben werden.
Die entsprechende Option muss dazu wie im obigen Screenprint eingestellt werden.

Der Teilnehmer mit der zuletzt erfassten Zeit kann nach jedem Einlese-Vorgang automatisch fokussiert werden.

Zeiten Löschen

Es besteht die Möglichkeit, bereits eingelesene Zeiten pro Wettkampf oder für alle Wettkämpfe gemeinsam und für eine beliebige Kombination von Abschnitten zu löschen.
Diese Funktion ist dafür vorgesehen, etwaige Fehler beim Einlesen (z.B. Auswahl eines falschen Abschnitts) leicht korrigieren zu können.


Löschen


letzte Änderung: 04.05.2017